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Der Naturpark El Montseny. Biosphärenreservat


Der Naturpark El Montseny ist das höchste Gebirgsmassiv des katalanischen Küstengebirges. Mit einer Ausdehnung von 31.063,94 ha erstreckt er sich über acht Gemeindegebiete, die zu drei Landkreisen gehören (Osona, La Selva und El Vallès Oriental).

Das Relief des Montseny beginnt auf seiner Ostseite auf einer Höhe von unter 200 m und steigt langsam auf knapp über 1.700 m an. Der Fluss Tordera unterteilt das Massiv in drei große Bereiche: im Westen die Ebene La Calma und der Hügel Drau (1.344 m), im Norden der Berg Matagalls (1.693 m) und im Osten die Spitze Les Agudes (1.706 m) und der Berg Turó de l´Home (1.707 m), die höchste Erhebung des Gebirgsmassivs.

Die Vielfalt der Bereiche, die sich wie ein zerbrochenes Mosaik zusammensetzen, haben den landschaftlichen und biologischen Reichtum des Naturparks geprägt: Bergketten, Gebirgsbäche, Wälder, Felder und Hochebenen. Die Anwesenheit des Menschen hat seit vorgeschichtlichen Zeiten die Landschaft weiter geformt und die Vielfalt des Gebirges noch stärker geprägt. Das Projekt zur Einrichtung des Naturparks El Montseny, das von den Provinzverwaltungen Barcelona und Girona vorangetrieben wird, basiert zum einen auf dem Gleichgewicht zwischen der Erhaltung der natürlichen Systeme und der Kulturgüter, einer damit verträglichen sozioökonomischen Entwicklung und der Regelung der öffentlichen Nutzung, und zum anderen auf dem Willen, ein Projekt unter Teilnahme der Gemeinden, Institutionen und Kollektive, die diesem Territorium verbunden sind, zu schaffen.

Der Plan zum Schutz der Umwelt und der Landschaft im Naturpark El Montseny trat am 31. Januar 2009 in Kraft. Dieser Plan ersetzt die in den Jahren 1977 (Provinz Barcelona) und 1978 (Provinz Girona) verabschiedeten Pläne, die nach 30 Jahren einer Anpassung an die geänderten Umweltschutzprinzipien, an die neuen gesetzlichen Vorschriften in den Bereichen Umweltschutz, Raumplanung und Städtebau sowie an die landschaftliche und gesellschaftliche Realität des Montseny bedurften.

Der Plan soll als Instrument dienen, um im Bereich des Montseny den Schutz der Umwelt mit der Lebensqualität der Einwohner und der Erholung der Besucher zu vereinbaren. Im Jahr 1978, wurde der Montseny von der UNESCO in das Weltweite Netzwerk der Biosphärenreservate des Programms MAB (Der Mensch und die Biosphäre) aufgenommen.

BiosphärenreservatNatürliche Umwelt


Der Montseny, der sich zwischen den Ebenen El Vallès, Osona und La Selva erhebt, ist ein hoch aufragendes und von zahlreichen Punkten Kataloniens sichtbares Gebirgsmassiv mit charakteristischem Erscheinungsbild, das wegen der Schönheit seiner Landschaften weithin bekannt ist.

Das besondere Relief des Gebiets, die Höhenunterschiede und die Entfernung zum Meer in diesen typisch mediterranen Breiten haben eine beachtliche klimatische Vielfalt zur Folge. Vereinfachend ausgedrückt kann man sagen, dass sich mit zunehmender Höhe das mediterrane Klima in ein kaltes Gebirgsklima verwandelt, wobei es in Abhängigkeit von der Ausrichtung der Hänge verschiedene Zwischenstufen durchläuft.

Vegetation


Die Vegetation des Montseny wird durch die Feuchtigkeitsund Temperaturunterschiede geprägt. Von unten nach oben werden verschiedene Vegetationsstufen durchlaufen. Die unteren Bereiche zeichnen sich durch typische Pflanzenformationen des Mittelmeerraums (Steineichen, Korkeichenund Kiefernwälder) aus. Weiter oben liegt das niederschlagsreiche Mittelgebirge (Bergeichenund Eichenwälder). Über 1.000 m sind mitteleuropäische Vegetationszonen (Buchenund Tannenwälder) und auf den Gipfeln auch subalpine Vegetationszonen (Gestrüpp mit lichten Stellen und Hochweiden) zu finden.

Das Zusammentreffen dieser Faktoren in einem zerklüfteten und von Gebirgsbächen und Steilhängen durchzogenen Relief hat eine außerordentliche Vielfalt von Lebensräumen geschaffen. Verschiedene urtümliche Arten finden im Gebiet des Montseny ihre letzte Zufluchtsstätte, ein Umstand der diesen Bereichen mit bedeutenden Endemismen einen hohen ökologischen Wert verleiht.

Fauna


Der Montseny ist eine Zufluchtsstätte für zahlreiche Arten aus anderen (mitteleuropäischen) Breitengraden, die in diesem Gebirgsmassiv die südliche Grenze ihres Verbreitungsgebiets in Katalonien erreichen.

Der umfangreiche Waldbestand des Montseny bestimmt in großem Ausmaß die hier lebende Fauna. Zu den bekanntesten Säugetieren im Steineichenwald zählen das Wildschwein, der Fuchs, die Ginsterkatze und der Gartenschläfer. Der Habicht, der Eichelhäher und das Rotkehlchen sind die am häufigsten vorkommenden Vögel. Daneben findet man verschiedene Arten von Amphibien, Reptilien und Fischen. Die herausragendste Art im Naturpark ist der vor wenigen Jahren entdeckte MontsenyMolch, das einzige endemische Wirbeltier des Gebirgsmassivs.

Besiedelung und Kulturerbe


Die ersten Zeugnisse einer menschlichen Besiedelung im Gebiet des Montseny stammen aus der Altsteinzeit, wie verschiedene Funde im BredaTal, El Congost, El Brull, Montseny und Sant Marçal belegen. Auch Megalithe aus der Jungsteinzeit sind zu finden, u. a. in der Bergkette Serra de l´Arca und in Les Pinedes.

In der iberischen Periode wird die Umgebung des Gebirgsmassivs besiedelt. In diese Zeit fällt auch die dauerhafte Besetzung und Bewehrung einiger Hügel mit Befestigungsanlagen. Dies zeigt sich z.B. an den Maueranlagen am Turó del Montgròs, im Gemeindegebiet von El Brull, sowie an verschiedenen befestigten Siedlungen: Montclús in Sant Esteve de Palautordera, Can Flequer in Samalús sowie der Turm La Mora in Sant Feliu de Buixalleu.

Auch aus der römischen Periode sind verschiedene Bauwerke erhalten, wie die römische Villa von Can Tarrés (La Garriga) sowie andere in den benachbarten Ebenen entlang der Römerstraßen Via Augusta und Via Ausa.

Erst im Mittelalter wird jedoch auch das Innere des Gebiets generell streuweise besiedelt und die Nutzung der natürlichen Ressourcen intensiviert. Aus dieser Zeit stammt ein Großteil der bestehenden Gehöfte.

Ihren Höhepunkt erreicht diese Entwicklung im 19. Jahrhundert. Ab diesem Zeitpunkt setzt eine langsame Abwanderung ein.

Der derzeitige Rückgang der landund forstwirtschaftlichen Aktivität hat zu Änderungen in der Erwerbstätigkeit geführt. Dieüberwiegend landwirtschaftlich geprägte Kultur wird zur Verbesserung der Familieneinkommen durch andere Aktivitäten ergänzt, insbesondere im Dienstleistungsbereich, wie Fremdenverkehr, Gastronomie und Hotellerie.

Das Mittelalter ist durch romanische Sakralbauten mit mehr als einem Dutzend kleiner Bergkirchen stark vertreten. Hervorzuheben ist die Kirche von Sant Pere Desplà (Arbúcies) mit präromanischen Fresken, die Pfarrkirchen von Montseny und El Brull sowie jene von La Mora, Sant Marçal, Sant Cristòfol de la Castanya, Sant Martí de Montseny, Aiguafreda de Dalt und Sant Cristòfol de Cerdans. Auch bedeutende Reste militärischer Bauwerke finden sich in diesem Gebiet, wie z.B. die Burg von Montsoriu (das wichtigste Beispiel der gotischen Militärbaukunst des Landes aus dem 10.14. Jahrhundert), die Burgen von Montclús, Fluvià, El Brull und Cruïlles und die befestigten Herrenhäuser von Bellver und La Sala. Darüber hinaus finden sich hier interessante Ensembles wie jenes von Tagamanent mit Bauwerken aus der romanischen und gotischen Epoche oder die bedeutende Kapelle von Sant Segimon aus dem 17. Jahrhundert.

Aktivitäten


Eines der grundlegenden Ziele des Naturparks El Montseny ist die Gewährleistung und Regelung seiner öffentlichen Nutzung. Zu diesem Zweck wurde im Naturpark von Beginn an ein Netzwerk von Einrichtungen geschaffen, die der Erziehung zum Umweltschutz, der Forschung sowie der Erholung und Sportausübung dienen.

 

Wanderungen

Ausgehend von den Informationsstellen des Naturparks können die Besucher Wanderrouten und interessante Punkte erkunden. Darüber hinaus können sie hier Informationen für Ihren Aufenthalt einholen. Jeden Sonntag gibt es geführte Wanderungen durch den Park. Außerdem wird der Park von drei weißrot markierten Weitwanderwegen gekreuzt: dem GR 5, der im Naturpark El Montseny von Campins über Fontmartina, Montseny und Pla de la Calma; bis nach Aiguafreda führt, dem GR 83, der Riells und Arbúcies kreuzt, und dem GR 2, der durch Seva, El Brull und Aiguafreda führt.

Diese Information kann man detaillierter und aktualisiert in der Routes finde, welche im Internet nachgeschaut werden kann.

 

Freizeiteinrichtungen

Für die Benutzer ist der Naturpark entlang des Wegenetzes an den am stärksten frequentierten Stellen mit einer Reihe von Infrastrukturen und Einrichtungen ausgestattet. VideoVorführungen und Dauerausstellungen bieten ausführliche Informationen über den Park. Entlang der Durchfahrtsstraßen steht den Besuchern eine Reihe von Parkund Rastplätzen mit Freizeiteinrichtungen zur Verfügung, von denen einige mit WC, Tischen und Trinkwasser ausgestattet sind. Darüber hinaus befi nden sich im Naturpark zahlreiche Fremdenverkehrseinrichtungen. Zum Übernachten stehen Campingplätze, Hotels und Landherbergen bereit.

Diese Information kann man detaillierter und aktualisiert in der Parkveranstaltungen finde, welche im Internet nachgeschaut werden kann.

Information


Büro des Naturparks El Montseny. Gehöft Masia Mariona
Mosqueroles. BV5119,km 2,5
08479 Fogars de Montclús
Tel. +34938 475 102
Fax +34938 475 368
E-mail:p.montseny@diba.cat
Öffnungszeiten: werktags 9 16 Uhr (Von Weihnacht und Jahresende Geschlossen)
Dauerausstellung 'Univers Patxot'
Videofilme: Der Mensch und der Montseny

Anreise


Anlagen und Dienste


Empfehlungen


  • Respektieren Sie bitte die Land-, Vieh- und Forstwirtschaft, da sie den Lebensunterhalt vieler Parkbewohner darstellen.
  • Außerhalb der öffentlichen Straßen und Wege ist die Verwendung von Fahrzeugen (einschließlich Fahrrädern) sowie das Reiten verboten. Bitte beachten Sie, dass die Höchstgeschwindigkeit 30 km/h beträgt. Bitte nicht vor den Ketten parken, mit denen die Zufahrt zu den Wegen versperrt ist.
  • Genießen Sie den Park und respektieren Sie dabei die Vielfalt des natürlichen und architektonischen Erbes.
  • Der Naturpark El Montseny ist ideal für die Ausübung verschiedener Sportarten und Aktivitäten im Freien geeignet. Vergessen Sie jedoch nicht, geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen bzw. eine entsprechende Schutzausrüstung zu verwenden.
  • Nehmen Sie Rücksicht auf die Natur und respektieren Sie die Ruhe der Umgebung, insbesondere in der Nähe von Nestbauten. Vermeiden Sie bitte unnötigen Lärm.
  • Die Ausübung der Jagd und der Fischerei ist gesetzlich geregelt und nur in den bestehenden Jagd- und Fischereirevieren erlaubt.
  • Das Aussetzen von Haustieren und exotischen Tieren ist Tierquälerei und gesetzlich verboten.
  • Die Kastanien stellen nicht nur eine Einnahmequelle für die Eigentümer der Bäume dar sondern sind auch Nahrungsmittel für zahlreiche Tierarten. Bitte holen Sie vor dem Sammeln die Erlaubnis des Baumbesitzers ein und nehmen Sie nicht zu viele mit.
  • Die Europäische Steckpalme (Ilex aquifolium) ist ein seltener Baum, der zahlreichen Tierarten Unterschlupf und Nahrung bietet. Die Art ist gesetzlich geschützt. Das Mitnehmen von Bäumen bzw. Teilen des Baumes ist verboten.
  • Vergessen Sie nicht, dass das Verbrennen von Ästen und anderem Material, das Abschießen von Feuerwerkskörpern sowie das Entzünden von Lagerfeuern und Grillstellen im Wald und in einem 500 m breiten Streifen darum herum verboten ist (ausgenommen zu jener Jahreszeit, in der dies nach Einholung einer Erlaubnis der zuständigen Behörde gesetzlich erlaubt ist).
  • Werfen Sie Ihren Abfall nicht unachtsam weg. Verwenden Sie bitte die Papierkörbe und Müllcontainer im Park oder in den nahe gelegenen Orten.
  • Wildes Campieren ist in jeder Form untersagt, auch in Wohnmobilen. Wenn Sie campieren möchten, fragen Sie bitte auf dem jeweiligen Gemeindeamt nach einer Erlaubnis.
  • Wenn Sie Pilze oder Kräuter sammeln, so gehen Sie bitte behutsam vor und beschädigen Sie den Wald nicht durch die Verwendung von Werkzeugen bzw. durch das Aufgraben des Bodens.