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Naturpark Sant Llorenç del Munt i l'Obac


Der Naturpark Sant Llorenç del Munt i l'Obac liegt in einem Abschnitt des katalanischen Küstengebirges zwischen den Landkreisen El Vallès Occidental und El Bages und umfasst eine Fläche von fast 14.000 Hektar.

Die raue Landschaft ist durch schroffe Steilhänge und originelle Monolithen sowie durch die Vegetation auf den Hochebenen und in den typischen Mulden und Gräben geprägt.

Die Gesamtheit des Naturparks wird von zwei in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Hauptgebirgskämmen gebildet, die zu beiden Seiten in ausgeprägten, tiefen Mulden auslaufen und in Ost-West-Richtung durch den Hügel Coll d´Estenalles verbunden sind. Die höchsten Erhebungen sind La Mola (1.104 m) sowie El Montcau (1.056 m).

Seit 1972 sind das Gebirgsmassiv von Sant Llorenç del Munt und die Bergkette Serra de l´Obac durch einen speziellen Landschaftsplan der Provinzialverwaltung Barcelona gesetzlich geschützt. Nach den in den Jahren 1982 und 1998 durchgeführten Änderungen des Landschaftsplans weist der Naturpark derzeit eine geschützte Fläche von 13.694 ha auf.

Der Naturpark wird von der Abteilung Naturgebiete der Provinzialverwaltung Barcelona in Zusammenarbeit mit den umliegenden Gemeinden und unter Einbeziehung verschiedener Interessensgruppen verwaltet.

Das Hauptziel der Verwaltung des Naturparks ist es, den Landschaftsplan unter Einbeziehung der Betroffenen und im Konsens mit diesen zu erfüllen sowie die Erhaltung der Naturund Kulturschätze und die geregelte öffentliche Nutzung des Waldes unter besonderer Berücksichtigung der kulturellen, pädagogischen und wissenschaftlichen Anforderungen sowie der sozioökonomischen Entwicklung des Gebiets zu gewährleisten.

Natur Umwelt


Die steinige und wildromantische Landschaft des Naturparks ist ein Ergebnis der anhaltenden Erosion des Gesteins. Der Ursprung derselben liegt in den Geröllen und sonstigen Sedimenten, die im Tertiär (also vor rund 50 Mio. Jahren) von Flüssen in ein damals vorhandenes Delta geschwemmt und hier abgelagert wurden. In der Folge wurde das Geröll in einer Kalk- und Tonmatrix zum vorhandenen Konglomeratgestein verbunden. Durch die erodierende Wirkung des Wassers auf das Gestein entstand das einzigartige Relief der Landschaft mit seinen charakteristischen Formen, wie Gräben, Felsformationen und Monolithe. Unter der Erde hat das Wasser ein beeindruckendes Höhlensystem geschaffen, das an den Kontaktstellen zur Oberfläche Erdspalten, Höhlen, Löcher und Wasseraustrittsstellen bildet.

Vegetation


Die charakteristische Vegetation des Naturparks besteht aus Buchenwald, der auf Lagen über 800 Meter durch feuchtigkeitsliebende Arten wie Mehlbeeren, Buchsbäume und Eichen (die einige sehr interessante Wälder bilden) ergänzt wird. In niedrigeren Lagen wechseln sich Buchenbestände mit Kiefern und mediterranen Sträuchern - wie Heidekraut und Erdbeerbäumen - ab. Am Fuß des Massivs wachsen hauptsächlich von Aleppo-Kiefern, die an den schattigeren Stellen meist von Waldkiefern (Rotföhren) und Schwarzkiefern ersetzt werden.

In den schattigsten Gräben finden sich von Haselnusssträuchern bedeckte Flächen. Dies sind auch die Zufluchtsstätten typischer mitteleuropäischer Pflanzen, die hier ihr südlichstes Verbreitungsgebiet erreichen. Auf den Felsformationen und an den Steilabhängen wachsen verschiedene, sehr interessante Pflanzen, die typisch für trockene und sonnenarme Gebiete sind.

Fauna


Die große Vielfalt der Biotope schafft Lebensräume für zahlreiche, sowohl mediterrane als auch typisch mitteleuropäische Tierarten, sodass hier mehr als zweihundert Wirbeltierarten gezählt werden.

Einige der wichtigsten Arten sind der Feuersalamander, die europäische Eidechsennatter, der Eichelhäher, die Amsel, das Rotkehlchen, das Wildschwein, die Kleinfleck-Ginsterkatze, das Mauswiesel und andere Raubtierarten.

Von besonderem Interesse sind die Tiergesellschaften, die Felsblöcke und Steilabhänge bewohnen, sowie die Fledermauspopulationen in einigen Erdspalten. Unter den wirbellosen Tieren ist die Anwesenheit verschiedener Arten hervorzuheben, die im Rest Kataloniens kaum mehr anzutreffen sind.

Besiedelung und Kulturer


Die menschliche Besiedelung des Gebirgsmassivs von Sant Llorenç del Munt ist ab der Frühgeschichte dokumentiert. Im Laufe der Jahrhunderte angesammelte Reste legen Zeugnis von der Besiedelung des Gebiets in unterschiedlichen Epochen ab.

Das Zeitalter, das die stärksten Spuren hinterlassen hat, ist das Frühmittelalter, als in der Umgebung des Gebirgsmassivs die meisten der Siedlungen entstanden, aus denen die heutigen Dörfer und Städte hervorgingen.

Die herausragendsten Zeugnisse dieser Epoche sind die romanischen Kirchen und insbesondere das auf der Spitze des Bergs Mola errichtete Kloster Sant Llorenç del Munt.

Die früher im gesamten Gebirgsmassiv weit verbreitete Bauernschaft ist heute nur mehr eine Minderheit, jedoch weiter auf die überlieferten Traditionen und das kulturelle Erbe ihrer Glanzzeit stolz. Aus der landwirtschaftlichen Tätigkeit sind bis in unsere Tage zahlreiche Elemente erhalten geblieben, die Sie auch auf den markierten Wanderrouten im Park kennen lernen können: Steinmauern und Steinhütten für den Weinbau, Kelterhäuser, Schöpfräder, Wehren und Mühlen.

Der Naturpark Sant Llorenç del Munt i l´Obac ist Teil des Netzes geschützter Naturräume, die von der Provinzialverwaltung Barcelona gefördert und verwaltet werden und die einen grünen Ring um die am stärksten besiedelten Gebiete des Landes bilden.

Die landschaftlichen, biologischen und kulturellen Besonderheiten des Gebirgsmassivs von Sant Llorenç del Munt und der Bergkette Serra de l'Obac rechtfertigen die Einrichtung eines Schutzgebiets. Der Naturpark stellt eine Plattform zur Förderung eines behutsamen Umgangs mit der Landschaft und einer geregelten Nutzung ihrer Ressourcen dar. Gleichzeitig kommt der Naturpark der Nachfrage nach Freizeit- und Lehreinrichtungen in der Natur entgegen.

Aktivitäten


Diese Information kann man detaillierter und aktualisiert in der Parkveranstaltungen finde, welche im Internet nachgeschaut werden kann.

Markierte Wege

Das Gebirgsmassiv von Sant Llorenç del Munt und die Bergkette Serra de l'Obac sind seit jeher ein beliebtes Wandergebiet. Ausgehend von verschiedenen Punkten können mit Hilfe der erhältlichen Karten und Führer zahlreiche interessante und einzigartige Routen erkundet werden. Dazu gehören auch die folgenden von der Abteilung Naturgebiete der Provinzialverwaltung markierten Wege: 

  • Über den Mola zur Drachenhöhle SL-C 50
  • Der Wachturm von Vacarisses SL-C 51
  • Die Kelterhäuser im Flequer-Tal SL-C 52
  • Von Sant Vicenç de Castellet nach Sant Pere de Vallhonesta SL-C 53
  • Vom Coll d'Estenalles auf den Mola SL-C 54
  • Zur Carlets-Quelle SL-C 55
  • Zum trockenen Stein SL-C 57
  • Der Bachlauf des Talamanca SL-C 58
  • Wasserrohrweg SL-C 60
  • Zum Brunnen Font de la Portella SL-C 63
  • Mehr als tausend Brunnen SL-C 66
  • Unterstände, Gehöfte und Mühlen SL-C 67
  • Die Höhlen von Mura SL-C 69
  • Der Bachlauf des Nespres

Ausführliche Informationen zur Begehung der Routen sind bei den Informationsstellen des Naturparks erhältlich.

Ausführliche Information über die Wanderwege die man im Internet finden kann

Picknick-Plätze

Neben der Picknick-Stelle am Coll d'Estenalles befinden sich im Park drei weitere mit Tischen, Stühlen, Grillstellen mit Holzverkauf, Fließwasser und Bar ausgestattete Picknick-Plätze. Bitte beachten Sie, dass im gesamten Naturpark mit Ausnahme der eigens dafür eingerichteten Plätze das Entzünden von Feuern strengstens verboten ist. 

  • Picknick-Platz Torrent de l'Escaiola Landstraße BV-1221 von Terrassa nach Talamanca, km 7. Matadepera. Tel. 937 435 454 und 629 503 040.
  • Picknick-Platz Riera de Nespres. El Raval, s/n. Mura. Tel. 938 310 472 und 618 552 140.
  • Picknick-Platz Les Arenes. Landstraße B-124 von Sabadell nach Prats de Lluçanès, km 12,3. Castellar del Vallès. Tel. 937 435 454.

Informationszentren


Natural Park Office of Sant Llorenç del Munt i l´Obac
La Mata
undesstraße von Terrassa nach Navarcles (BV-1221), km B 14,8 (Mura)
08278 Mura
Apartat de Correus (Postfach) 71
Tel. +34 938 318 350
Fax +34937 433 300
E-mail: p.santllorenc@diba.cat
Geöffnet von Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr

Anfahrt


Einrichtungen


Empfehlungen


  • Respektieren Sie bitte die Land-, Vieh- und Forstwirtschaft, da sie den Lebensunterhalt vieler Parkbewohner darstellen..
  • Benutzen Sie bitte die markierten Wanderwege. Die Verwendung von Fahrzeugen ußerhalb der öffentlichen Straßen und Wege ist nicht erlaubt. Bitte beachten Sie, dass die Höchstgeschwindigkeit 30 km/h beträgt. Bitte nicht vor den Ketten parken, mit denen die Zufahrt zu den Wegen versperrt ist.
  • Genießen Sie den Park und respektieren Sie dabei die Vielfalt des natürlichen und architektonischen Erbes.
  • Der Naturpark Sant Llorenç del Munt i l'Obac ist ideal für die Ausübung verschiedener Sportarten und Aktivitäten im Freien geeignet. Vergessen Sie jedoch nicht, geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen bzw. eine entsprechende Schutzausrüstung zu verwenden.
  • Respektieren Sie die Ruhe der Umgebung, insbesondere in der Nähe von Nestbauten. Vermeiden Sie bitte unnötigen Lärm.
  • Die Ausübung der Jagd und der Fischerei ist gesetzlich geregelt und nur in den bestehenden Jagd- und Fischereirevieren erlaubt.
  • Das Aussetzen von Haustieren und exotischen Tieren ist Tierquälerei und gesetzlich verboten.
  • Die Europäische Steckpalme (Ilex aquifolium) ist ein seltener Baum, der zahlreichen Tierarten Unterschlupf und Nahrung bietet. Die Art ist gesetzlich geschützt. Das Mitnehmen von Bäumen bzw. Teilen des Baumes ist verboten.
  • Vergessen Sie nicht, dass das Verbrennen von Ästen und anderem Material, das Abschießen von Feuerwerkskörpern sowie das Entzünden von Lagerfeuern und Grillstellen im Wald und in einem 500 m breiten Streifen darum herum verboten ist (ausgenommen zu jener Jahreszeit, in der dies nach Einholung einer Erlaubnis der zuständigen Behörde gesetzlich erlaubt ist).
  • Werfen Sie Ihren Abfall nicht unachtsam weg. Verwenden Sie bitte die Papierkörbe und Müllcontainer im Park oder in den nahe gelegenen Orten.
  • Wildes Campieren ist nicht gestattet. Wenn Sie campieren möchten, fragen Sie bitte auf dem jeweiligen Gemeindeamt nach einer Erlaubnis.
  • Wenn Sie Pilze oder Kräuter sammeln, so gehen Sie bitte behutsam vor und beschädigen Sie den Wald nicht durch die Verwendung von Werkzeugen bzw. durch das Aufgraben des Bodens.

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Mapa de Sant Llorenç

Mapa de Sant Llorenç